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00:00:14: EU-OSHA ist die europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz.

00:00:20: Sie hilft, Arbeitsplätze sicherer, gesünder und produktiver zu gestalten!

00:00:25: Herzlich willkommen zu einer neuen KAN-Podcastfolge.

00:00:28: – schön dass sie uns heute zuhören.

00:00:31: Ich bin Katharina von Rymon Lipinski vom Geschäftsstelle der Kommission Arbeitsschutz und Normung.

00:00:37: Im KAN Podcast greifen wir Themen aus der Arbeit der KAN und des Arbeitsschutzes auf, und lassen Expertinnen und Experten zu Wort kommen.

00:00:46: EU-OSHA ist eine von aktuell über dreißig dezentralen Agenturen in der EU.

00:00:52: Sie sammelt, analysiert und verbreitet Informationen über bestehende und neue Risiken zur Verbesserung von Sicherheit- und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz.

00:01:03: Sie unterstützt EU-Institutionen sowie die Mitgliedsdaten bei der Entwicklung und Umsetzung von Arbeitsschutzmaßnahmen und Arbeitsschuzpolitik.

00:01:13: Zudem führt sie europaweite Sensibilisierungskampagnen durch, stellt praktische Werkzeuge wie OiRA und OSH-wiki zur Verfügung um Unternehmen bei der Prävention zu unterstützen – was genau das ist.

00:01:27: dazu kommen wir später noch!

00:01:29: Die EU OSHA hat ihren Sitz in Bilbao, Spanien.

00:01:33: Heute zu Gast im Podcast ist Dr.

00:01:35: Dietmar Elsler.

00:01:36: Er ist Senior Research Project Manager bei der EU OSHA und wir sprechen darüber was die Arbeit in der Agentur ausmacht und welche Themen aktuell im Fokus der Arbeit stehen.

00:01:49: Herzlich willkommen im Podcast Herr Dr.

00:01:51: Elsler!

00:01:52: Herr

00:01:57: Elsler, zu Beginn interessiert mich wie Sie zur EU OSHA gekommen sind und was Ihr Aufgabenfeld dort umfasst.

00:02:04: Ja also ich beschäftige mich schon lange mit Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit.

00:02:09: Also ich habe Arbeits- und Organisationpsychologie studiert dann mit einem Schwerpunkt auch auf Arbeitswissenschaften Und ich bin dann zur Bundesanstalt für Arbeitsschutz gekommen und war da in der Abteilung von internationaler Zusammenarbeit.

00:02:24: Ich hatte vorher in meiner Doktorarbeit auch Themen des internationalen Arbeitsschutzes bearbeitet.

00:02:29: Wir hatten da Themen wie zum Beispiel mit den damals neuen Mitgliedsländern der EU, wir hatten ein Projekt mit Bulgarien zum Beispiel und habe ich dann den Arbeitsschutz in Bulgarien und Deutschland verglichen.

00:02:41: das war eine sehr spannende Zeit damals und bin dann von der Bundesanstalt für Arbeitsschutze entsendet worden zur Europäischen Union als Second National Expert und bin dann nach diesen zwei Jahren als Projektmanager auch übernommen worden.

00:02:57: Und kann da also mein Interessen für Arbeitsschutz- und internationale Zusammenarbeit perfekt verbinden, insofern ist das wirklich ein Traumjob für mich.

00:03:07: Mein Aufgabenfeld ist so die Projektkoordination, also Projektmanagement, dass ich eben wissenschaftliche Projekte initiiere von der Ausschreibung Betreuung der Projektpartner bis dann hinterher zum Abschlussbericht, dass der auch veröffentlicht wird und auch kommuniziert wird.

00:03:23: Also da ist ziemlich viel auf Kongressen unterwegs, auch in Deutschland bei den Gesellschaft für Arbeitswissenschaften

00:03:29: z.B.,

00:03:30: bei dem AplusA-Kongress um diese Erkenntnisse zu verbreiten.

00:03:36: Dann haben wir einen regen Austausch mit der Politik, mit der Wirtschaft, mit unseren Sozialpartnern.

00:03:43: also ich denke mal auf die genaue Struktur kommen wir ja noch zu sprechen

00:03:48: Und welche Themen betreuen Sie ganz konkret?

00:03:51: Ja, von Anfang an haben mich diese wirtschaftlichen Aspekte des Arbeitsschutzes sehr interessiert.

00:03:57: Also da haben wir einmal die Kosten für die europäische Volkswirtschaft also, was kosten arbeitsbedingte Unfälle und Erkrankungen.

00:04:06: Wir schätzen, das sind so drei vier Prozent des Bruttoinlandsproduktes, also sechshundertvierzig Milliarden Euro ist schon mehr als der Bundeshaushalt mit fünfhundert und zwanzig Milliarden Euro, also wie gesagt eine Schätzung.

00:04:21: Aber dann eben auch Cost-Benefit-Analysen für Unternehmen das sich lohnt ihnen Prävention zu investieren.

00:04:28: oder auch wie man wirtschaftliche Anreize kreieren kann zum Beispiel durch Bonus-Malus-Systeme wie das in Deutschland mit den Berufsgenossenschaften gemacht wird.

00:04:38: Dann habe ich gerade ein größeres Projekt abgeschlossen zum Thema Supporting Compliance.

00:04:44: Was sind die Schlüsselfaktoren für Einhaltung der Arbeitsschutzvorschriften?

00:04:49: Einmal, wie kann die staatliche Aufsicht das unterstützen.

00:04:53: Was gibt es dafür neue Möglichkeiten durch Digitalisierung und durch KI?

00:04:58: Wie können wir die Präventionsdienste besser unterstützen?

00:05:02: oder auch, wie können wir den Arbeitsschluss besser in die Lieferkette mit einbinden also zum Beispiel bei öffentlichen Ausschreibung, dass das besser berücksichtigt wird.

00:05:13: oder wir hatten ein anderes Projekt zu Lieferketten

00:05:15: In der Landwirtschaft zum Beispiel wie Supermärkte darauf achten das also nicht nur die Produkte gut sind sondern auch die Arbeitsbedingungen bei den bei den Landwirten z.B. auch in anderen Ländern wie das gewährleistet wird.

00:05:29: und ich bin halt auch sehr involviert in unsere Kampagnen weil ich da das Netzwerk unserer Kampagne-Partner koordiniere.

00:05:37: Das können größere Unternehmen sein.

00:05:39: Wir hatten zum Beispiel vor zwei Monaten jetzt ein Meeting bei Siemens in München, auch ein starker Unterstützer unserer Kampagne.

00:05:47: aber es gibt doch eben andere nahmhafte deutsche Unternehmens, DEKRA, SAP oder ZF zum Beispiel sind dabei, aber auch Toyota.

00:05:56: seht also ganz viele Unternehmen, aber die Sozialpartner und die Berufsverbände wie

00:06:02: z.B.,

00:06:04: in Deutschland ist ja der VDSI der Verband der Sicherheitsingenieure und die haben dann auf europäischer Ebene den Verband ENSHPO.

00:06:12: Und ENSHPO ist dann auch wieder in unserer Kampagne aktiv, ich habe also das Vergnügen diese Kampagnenpartner zu koordinieren.

00:06:21: Das ist eine sehr interessante Aufgabe.

00:06:24: Das kann ich mir gut vorstellen.

00:06:27: Dann möchte ich zur Organisation EU-OSHA selbst kommen.

00:06:30: Was genau macht die EU-OSHA und welche Aufgaben und Funktionen übernimmt sie?

00:06:36: Für wen ist sie ansprechbar?

00:06:38: Die Agentur, also wir sind ja die Agentur für Arbeitsschutz und Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz in Europa.

00:06:45: Schwieriger Name!

00:06:47: Ja also wir sammeln und analysieren Informationen zu Risiken am Arbeitsplatz und machen dann dieses Wissen nutzbar für die Politik, die Unternehmen und die Beschäftigte.

00:06:57: Und Ziel ist es, also die Arbeitsplätze in Europa sicherer gesünder und produktiver zu machen.

00:07:03: Das organisieren wir eben mit einem europäischen Austausch.

00:07:06: Wir sind sozusagen eine europäische Austausch-Plattform und schaffen dadurch auch einen europäischen Mehrwert.

00:07:15: Wir haben letztes Jahr unsere neue Strategie verabschiedet.

00:07:20: In der haben wir drei strategische Handlungslinien definiert.

00:07:25: Also einmal Bereitstellung von Wissen, von Fakten.

00:07:29: Dass wir Studien machen zu bestimmten Bereichen wie zum Beispiel Umweltschutz und Arbeitsschutz oder ich hatte dieses Supporting Compliance-Projekt, wie man die Einhaltung für Vorschriften unterstützen kann.

00:07:43: aber auch psychische Belastungen wären anders.

00:07:45: Großes Projekt Muskel-Skelett-Erkrankungen oder jetzt Arbeitsschutz im Gesundheitssektor.

00:07:53: Der zweite große Bereich sind unsere Tools und Instrumente, wie zum Beispiel das OiRA.

00:07:59: Unser Risk Assessment Tool also Gefährdungsanalyse-Tool auf Deutsch.

00:08:03: dann oder so Dinge wie unser OSHWiki, unser Wikipedia für Gesundheitsschutz und Arbeitsschutz was auch expertenverifiziert ist von Experten die wir beauftragen oder die wir überprüfen.

00:08:18: Und dann haben wir noch unseren großen Kampagnen Sensibilisierungs- und Vernetzungsmaßnahmen, wo wir dann verschiedene Interessensträger einbinden auf nationaler Ebene oder europäischer Ebene.

00:08:34: Und es ist ganz wichtig dass wir eben drei Glieder der Organisation sind.

00:08:38: also unser Aufsichtsrat steht aus Arbeitgebern, Arbeitnehmern und Regierungsvertretern der siebenzwanzig EU Länder.

00:08:46: Also muss man siebenundzwanzig mal drei plus noch die Europäische Kommission und andere Beisitzer, die dabei... Also wir haben einen größeren Aufsichtsrat als wir Mitarbeiter haben.

00:08:56: Wir sind nur fünfundsechzig Mitarbeiter und glaube ich fast neunzig Mitglieder im Aufsichtsrat der dann zweimal im Jahr tagt und der unsere Strategie und unser Arbeitsprogramm verabschiedet.

00:09:10: Das ist ja ein bisschen wie bei uns, bei der KAN.

00:09:12: Wir haben auch wenn alle Mitglieder und auch die stellvertretenden Mitglieder da sind dann sind das auch mehr als Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Geschäftsstelle.

00:09:23: Sie hatten es ja schon angedeutet dass sie Projekte durchführen wo durch die EU OSHA die nötige Fachexpertise dann gewinnt um... eben Fakten und Wissen über aktuelle, neue und vielleicht auch zukünftige Risiken im Bereich Arbeitsschutz dann bereitstellen zu können.

00:09:42: Wie ist das konkret?

00:09:44: Also wer führt solche Projekte durch?

00:09:47: Das vergeben Sie nach externen?

00:09:49: Ja die meisten Projekten vergeben wir extern.

00:09:52: also wie gesagt wir haben erst mal das Arbeitsprogramm unsere Strategie und dann darauf des Arbeitsprogramms wird von einem Aufsichtsrat verabschiedet.

00:10:01: zum Beispiel werden wir eine Idee entwickeln für ein neues Projekt, also ich hatte jetzt ein neues Projekt wäre jetzt zur Unfallprävention.

00:10:11: Da entwickle ich eine ex ante Evaluation.

00:10:15: Das macht man so verschiedene europäische Projekte oder auch Gesetzgebungserfahren und guckt zu sagen was wäre der Nutzen eines Projektes auf europäischer Ebene?

00:10:25: Und wenn das sozusagen genehmigt ist von den verschiedenen Gremien dann kriegen wir einen Budget dafür Forschungsprojekte ausgeschrieben und da bin ich jetzt dabei.

00:10:35: Also, da gibt es eben ganz klare Regeln.

00:10:39: je nachdem wie viel Budget das Projekt hat muss ganz öffentlich ausgeschreiben werden oder es werden müssen mindestens fünf Anbieter angeschrieben werden.

00:10:50: aber wir also ich glaube bei den größeren die werden alle im Internet publiziert dass sich eben auch mehr als diese fünf sagen die besten Anbieter herauszuholen sozusagen und das können.

00:11:03: in der Regel sind es so Konsortien, verschiedene Universitäten, die in dem Bereich aktiv sind oder auch Beratungsfirmen oder Forschungsinstitute wie jetzt in Deutschland.

00:11:13: Auch die Bundesanstalt für Arbeitsschutz oder die berufsgenossenschaftlichen Institute, die können sich da natürlich auch bewerben.

00:11:22: zu den Methoden, wie wir das machen?

00:11:25: Wir haben dann eben einerseits diese Studien, wo wir wirklich dann also auch die Literatur sichten.

00:11:31: Was für eine Evidenz gibt es zu dem Thema?

00:11:34: Dann organisieren wir auch viele Expertenworkshops.

00:11:36: Also wir haben natürlich die Gremien.

00:11:38: aber zu bestimmten Themen zum Beispiel, bevor wir jetzt mit einem neuen großen Projekt zur Unfallprävention loslegen, machen wir da einen Experten-Workshop , wo wir also die Koryphäen auf dem Gebiet in der europäischen Ebene sozusagen einladen und natürlich auch die Sozialpartner, Unternehmen, Fachverbände. Was die zu dem Thema sagen und was sie denken, was wir auf europäischer Ebene dazu beitragen könnten.

00:12:02: Und die Projekte haben dann auch viel Fallstudieninterviews um die Praxis da reinzubringen, um eben diese Forschungserkennnisse in der Praxis anwendbar zu machen.

00:12:16: Dann haben wir weil Sie gefragt haben nach zukünftigen Risiken noch diese Foresight Studies Wo wir gucken, welche Szenarien gibt es für die Zukunft?

00:12:27: Ein aktuelles Projekt ist da auch Umweltschutz und Arbeitsschutz.

00:12:32: Da guckt man wie kann sich das in den zwanzig, dreißig Jahren entwickeln?

00:12:36: und dann werden verschiedene Szenarien aufgebaut.

00:12:40: Und wir haben das zum Beispiel so gemacht, so ein Art Vier-Felderschema.

00:12:44: Also man kann sich einerseits angucken, wie entwickelt sich der Arbeitsschutz und andererseits, wie entwickelt sich der Umweltschutz?

00:12:50: Und das Ideale wäre jetzt oben rechts.

00:12:53: Das beides sich sehr gut entwickelt.

00:12:56: aber es könnte auch sein dass die Regierung sagen wir müssen jetzt ganz viel für den Umwelthutz machen und dann fällt der Arbeitschutz ein bisschen rüber oder umgekehrt.

00:13:05: man sagt man hat ja ganz viele wirtschaftliche Probleme.

00:13:09: Umwelthschutz ist überhaupt nicht mehr wichtig.

00:13:11: Wir konzentrieren uns noch auf Arbeitsplätze, das könnte auch sein.

00:13:15: Also wir versuchen verschiedene Szenarien durchzuspielen und wie man darauf dann reagieren kann.

00:13:21: Das klingt interessant!

00:13:22: Es sehe jedoch einige Parallelen auch zu unserer Arbeit.

00:13:26: nur dass wir halt national aktiv sind und entsprechend ist das alles etwas kleiner bei uns.

00:13:31: aber mit den Ausschreibungen

00:13:33: usw.,

00:13:33: das können wir auch gut.

00:13:36: Eine Aktivität, die Sie ja auch schon angesprochen haben der EU-OSHA sind die jeweils auf zwei Jahre angelegten Kampagnen für gesunde Arbeitsplätze und mit diesen Kampagnen soll immer für einen bestimmten Aspekt sicherer und gesunder Arbeit sensibilisiert werden.

00:13:53: Und die Kampagne, die zum Beispiel von 2023 bis 2025 lief hatte sich dem Thema Arbeitsschutz in Zeiten der Digitalisierung gewidmet. Können Sie was dazu sagen, wie diese Kampagne gelaufen ist?

00:14:08: Was so vielleicht Highlights waren und welchem Thema sich die kommende Kampagne widmen wird.

00:14:14: Ja also die Highlights sind sicherlich die großen Veranstaltungen, wie wir durchführen.

00:14:22: Am Ende hier haben wir ein Summit, einen Gipfel der Arbeitsschutzkampagne.

00:14:28: das war jetzt im letzten November in Bilbao ein Kongress mit vierhundert Personen, wo nochmal die wichtigsten Themen der Kampagne und natürlich alle Beteiligten da eingebunden wurden.

00:14:41: Wie zum Beispiel den nationalen Focal points in Deutschland ist das die BAuA, die auch sehr viele Forschungsprojekte dazu beigetragen hat.

00:14:51: Dann haben wir auch eine Evaluation gemacht.

00:14:54: unter den Mitgliedsländern, unter unseren Stakeholdern wurde also sehr positiv bewertet, die Relevanz der Kampagne aber auch die Wirksamkeit der Sensibilisierung und der Austausch guter Praxis.

00:15:07: Wir hatten über vierhunderttausend Besucher auf der Webseite.

00:15:13: Unser Newsletter hatte sechzehntausend Abonnenten und wir haben auf Social Media hatten wir vierzehn Millionen Aufrufe.

00:15:20: Also wir sind dazunehmend aktiv auf LinkedIn, Facebook oder anderen Kanälen.

00:15:28: Wir haben über viertausend verschiedene Aktivitäten.

00:15:32: Also wir haben auch Fördertöpfe für die Focal Points, dass sie Veranstaltungen organisieren können, Schulungen.

00:15:39: Wir haben auch ca.

00:15:40: hundert Kampagnenpartner wie eben schon erwähnt.

00:15:43: das können Firmen sein, das können Verbände sein, die dann auch Veranstaltung organisieren und das sozusagen alles auf freiwilliger Basis kommunizieren können.

00:15:58: Und ich glaube für die Kampagnenpartner ist es wichtig, dass einfach der Austausch guter Praxis, das man sich bei den Unternehmen trifft und dort ganz praktisch angucken kann wie los die Produktionen, wie ist da Arbeitsschutzmanagement eingebunden?

00:16:14: Und dann eben auch, dass man das vielleicht auch sichtbar macht über unsere Webseite oder auf Kongressen wichtigen EU-Persönlichkeiten, zum Beispiel der Generaldirektor von DG Employment.

00:16:29: Mario Naber war auf verschiedenen Veranstaltungen dann die Vorsitzende des Europäischen Parlaments, das Employementausschuss ist Lee Anderson aber auch aus mehreren.

00:16:39: Zum Beispiel wenn wir den die Kampagne öffnen oder wir haben in Brüssel alle zwei Jahre so ein Good Practice Exchange mit den Kampagnenpartnern da EU-Kommissar, der damalige Nikolas Schmidt dabei.

00:16:54: Und wir rechnen auch damit das die neue EU-Commissaren Roxana Minzato, dass sie dann kommt zur Öffnung unserer nächsten Kampagne im Oktober in Brüssel, die wird dann zur psychischen Belastung sein

00:17:07: Sie hatten das gerade angesprochen, Focal Points.

00:17:09: Da können sich vielleicht nicht alle die uns zuhören erst runter vorstellen.

00:17:13: Können sie dazu noch mal ein bisschen was sagen?

00:17:15: Vielleicht auch nochmal zur Organisation der EU-OSHA generell?

00:17:20: Ja also ich hatte eben schon einmal den Aufsichtsrat angesprochen und war sozusagen so ein beratendes Gremium.

00:17:29: mit den Focal points arbeiten wir mehr operativ zusammen.

00:17:33: Das ist bei uns in Deutschland, die bei der BAuA, die Frau Natalie Henke also schöne Grüße gehen raus mit denen wir da intensiv zusammenarbeiten aber die Frau Henke hat dann in Deutschland auch nochmal ein weitgliedriges Netzwerk oder das sind eben die Sozialpartner dabei, die Regierung, die Berufsgenossenschaften, wenn wir jetzt eine Anfrage haben an Deutschland sage ich mal zu einem bestimmten Thema, zum Beispiel zur Arbeitsunfalle in psychischen Belastungen.

00:18:04: Habt ihr da neue Forschungsberichte?

00:18:06: Habt Ihr Fallbeispiele?

00:18:08: Dann kriegt das die Vorhänke bei der BAuA und die verteilt das mal sich einmal in der großen BAuA, ob es da irgendwas gibt aber dann auch mit den Berufsgenossenschaften

00:18:20: z.B.,

00:18:20: oder die anderen beteiligten Netzwerken und dass wir wieder durch den focal point zurückgeleitet.

00:18:29: Es werden auch verschiedene Veranstaltungen in Deutschland durchgeführt, zum Beispiel für die Kampagne.

00:18:35: Für die Digitalisierungskampagne gab es einen Kampagnenauftakt und ein Kampagnienabschluss.

00:18:42: Da waren dann auch die Präsidenten der BAuA, Frau Rothe war anwesend oder die hochranginge Vertreter der Berufsgenossenschaften.

00:18:50: Der Focal point ist dann für den Kontakt zur Mitgliedsland und auch für die Umsetzung der Kampagnen in dem Land zuständig.

00:19:00: Die KAN arbeitet an der Schnittstelle zwischen Normung und Arbeitsschutz.

00:19:04: Noch mal ein spezielles Thema, unter anderem durch Normen wird sichergestellt dass Produkte wie Maschinen oder persönliche Schutzausrüstung oder auch andere Arbeitsmittel die am Arbeitsplatz zum Einsatz kommen sicher gestaltet sind.

00:19:17: sie leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Vermeidung von Arbeitsunfällen Berufskrankheiten und arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren.

00:19:25: Ist Normung auch für Ihre Arbeit ein Thema?

00:19:29: Ja, für uns in Normungen ist es ein ganz zentraler Hebel um Sicherheit konkret umzusetzen.

00:19:35: Wir haben ja die europäische Gesetzgebung, die sehr allgemein ist und dann im Nationales Recht umgesetzt wird.

00:19:43: Und dann brauchen wir eben noch praktische Normen, um das umzusetzten wie Sie sagten von Maschinensicherheit für persönliche Schutzausrüstung Oder jetzt bei der Digitalisierungskampagne haben wir das auch gemerkt.

00:19:55: Es gibt ja den EU AI Act, also zur künstlichen Intelligenz und da gibt es ja auch Normungsvorschläge zum Risikomanagement für künstliche Intelligenzen oder zur Cybersicherheit von KI-Systemen.

00:20:10: Also ich denke, da spielt Normung eine wichtige Rolle.

00:20:13: Auch beim anderen großen Thema Arbeitsschutzmanagement, da gibt's die DIN ISO 450001 oder eben zum Thema Nachhaltigkeit.

00:20:23: Wir hatten ja auch dieses Thema der Arbeitsschutz und Lieferketten, da gibt es in Deutschland auch das Lieferkettengesetz und auch eine europäische Lieferkettenrichtlinie.

00:20:36: Und bei diesem Thema Corporate Social Responsibility gibt's sehr viele Indikatoren dann wie das gemessen werden kann.

00:20:46: Da wurden wir auch schon wahrscheinlich angefragt.

00:20:49: Ich denke, unsere Projekte dann zu den Lieferketten haben praktische Beispiele geliefert wie man so etwas umsetzen kann.

00:20:58: Als abschließende Frage würde mich noch interessieren was aus Ihrer Sicht der größte Mehrwert ist die Arbeit der EU-OSHA Arbeitsschützer in Deutschland oder auch generell in Europa bietet?

00:21:14: Ja, wir bündeln europäisches Wissen im Arbeitsschutz.

00:21:18: Wir sind so die Schnittstelle zwischen Forschung, Politik und der Praxis. Und ich habe mich ja viel auch mit Wirtschaftlichkeit beschäftigt.

00:21:27: also Prävention lohnt sich auf jeden Fall auf volkswirtschaftlicher Ebene und betrieblicher Ebne und das kann man eben durch den internationalen Austausch noch effektiver gestalten.

00:21:40: jetzt zum Beispiel bei dem Projekt zu Supporting Compliance.

00:21:44: Da haben wir uns geguckt, was gibt es innovative Beispiele?

00:21:50: Wie kann man die Aufsicht verbessern?

00:21:53: Da gibt's zum Beispiel in den nordischen Ländern, die sind da in der Digitalisierung schon ganz weit vorne das jeder Aufsichtsbeamte kriegt ein Tablet, der dann sagt wo ist der nächste Betrieb, wo ich hin muss oder dass die Betriebe nach dem Risiko schon auswählen kann, sozusagen und das wirklich die Betrieben mit dem größten Risiko erfasst werden.

00:22:15: Weil ich kann ja mit einem begrenzten Anzahl an Aufsichtspersonen kann ich nur wie wir relativ geringe Zahl der Betriebe überhaupt besichtigen, dass sie möglichst effektiv dann steuere.

00:22:26: oder in anderen Ländern, ich war bei den baltischen Ländern machen auch die setzen Donen ein, um zum Beispiel Baustellen zu überwachen und so weiter.

00:22:35: Also da sind andere Länder jetzt Vorreiter.

00:22:39: Ich fand in Deutschland z.B.

00:22:41: interessant diese Projekte zur wirtschaftlichen Anreizen also nicht nur hohe Bonus-Malus-Systeme sondern auch konkrete Maßnahmen wie Schulungen, Arbeitsschutzmanagement System oder Beschaffung von sicherem Equipment beim Bau.

00:22:59: Das finde ich ein sehr interessantes Vorgehensweise, um auch kleinere Betriebe da zu erreichen.

00:23:05: Und da haben sich dann noch andere Länder für diese Beispielen interessiert zum Beispiel in Italien oder Spanien die dann geguckt haben was macht Deutschland da zum Beispiel?

00:23:16: Also da finde ich können die Länder auf unterschiedlichen Ebenen also viel voneinander lernen und diesen Austausch finde ich dann sehr spannend auf europäischer Ebene.

00:23:27: was ich vielleicht noch erwähnen sollte, also diese Evidenzbasiertheit.

00:23:32: Dass wir eben auch große Befragungen durchführen zum Beispiel die ESENER Survey European Survey of new and emerging risks.

00:23:41: da werden also bei fünfundvierzigtausend Unternehmen wurden befragt Also in den größeren Ländern wie Deutschland dann eben mehr Unternehmen als in den kleineren um das repräsentativ zu kriegen und kleinere Unternehmen, also bis zu fünf Mitarbeitern werden da befragt.

00:23:59: Und auch dann haben wir noch eine Arbeitnehmerbefragung, hier nennt sich Osch Paltz zur Ampuls der Arbeitnehmer auf Englisch umgesetzt und da haben wir zum Beispiel sehr interessante Ergebnisse inwieweit zum Beispiel die Arbeitnehmer sich durch höhere Temperaturen schon eingeschränkt fühlen, z.B.

00:24:23: Stichwort Klimawandel.

00:24:25: Da fehlt es ja oft an repräsentativen Daten oder dass man's vergleichen kann.

00:24:29: also da sind halt die z. B. die Unfallzahlen und so weiter.

00:24:34: das ist jetzt alles auch ein schwieriges Thema.

00:24:37: aber wie man die Zahlen zwischen den Ländern vergleichen kann... Das ist ein schwieriger Thema sage ich mal.

00:24:44: Befragung hat, die also wirklich die gleichen Fragen sind, die getestet worden sind.

00:24:48: Dann haben da vergleichbare Daten aus den europäischen Ländern.

00:24:53: Klar weil es dann einfach von der europäischen Ebene eben koordiniert wird

00:24:56: und das

00:24:57: stimmt.

00:24:58: Das ist auf jeden Fall hilfreich!

00:25:00: Ja super vielen Dank für das Gespräch.

00:25:03: Vielen dank Frau von Rymon Lipinski.

00:25:06: Liebe Hörerinnen und Hörer, vielen Dank, dass Sie heute dabei waren.

00:25:10: weiterführende Infos zur Folge finden sie in der Folgenbeschreibung.

00:25:14: Wenn Sie eine Frage an uns haben oder ein Thema für eine Podcast-Folge vorschlagen möchten, schreiben sie uns gerne eine E-Mail an podcast[at]kan.de Um keine Folge zu verpassen, abonnieren Sie den KAN-Podcast am besten und geben Sie uns auch gerne eine Bewertung!

00:25:30: Bis zum nächsten Mal – wir freuen uns wenn Sie wieder dabei sind.

Über diesen Podcast

Arbeitsschutz, Normung und Regelsetzung verständlich erklärt.

von und mit Kommission Arbeitsschutz und Normung (KAN)

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